Mecklenburg - Vorpommern hat immer noch die meisten Raucher

Weltnichtrauchertag 31.05.2019

Jedes Jahr am 31. Mai begehen die WHO und ihre globalen Partnerorganisationen den Weltnichtrauchertag. 2019 lautet das Motto „Tabakkonsum und Lungengesundheit“.

Laut Zahlen des Statistischen Landesamtes rauchen in Mecklenburg-Vorpommern immer noch 27 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren. Im Vergleich zu 2009 - 30,4 Prozent und 2013 -  28,2 Prozent ist das eine positive Entwicklung, aber Bundesweit sind es nur 22 Prozent.
Männer rauchen dabei mehr als Frauen: Während 2017 laut Statistik 22 Prozent der Frauen in Mecklenburg-Vorpommern rauchten, liegt die Anteil der Männer mit rund einem Drittel deutlich höher.

Wer raucht, setzt sich einer großen Gefahr aus, abhängig und krank zu werden. Beim Verbrennen von Tabak entsteht ein Gemisch aus mehr als 4.800 verschiedenen Substanzen. Mindestens 250 dieser "Wirkstoffe“ sind krebserzeugend oder giftig. Die Gefahr, an Lungen-, Mundboden-, Kehlkopf-, Luftröhren- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken, ist deshalb bei Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern nachweisbar erhöht

Nichtraucher schützen

„Passivrauchen ist ebenfalls gefährlich, so Rainer Siedelberg, Geschäftsführer der LAKOST MV.  An den Folgen des Passivrauchens versterben in Deutschland derzeit jährlich ca 3.000 Nichtraucher.“

Besonders Kinder, die Passivrauch ausgesetzt sind, haben ein höheres Risiko in Bezug auf häufige Infektionen der unteren Atemwege sowie auf Ausbruch und Verschlimmerung von Asthmabeschwerden, Lungenentzündung und Bronchitis. Darum sollten für alle Eltern das Rauchen im Beisein der Kinder und damit auch im Auto tabu sein.

E-Zigaretten sind keine gesunde Alternative

Liquids und Verdampfereinheiten von E-Zigaretten sind offenbar häufig mit bakteriellen Endotoxinen und Beta-D-Glucan aus Pilzen kontaminiert. Das ergaben Untersuchungen von in den USA verbreiteten Marken, die in Environmental Health Perspectives (2019; doi: 10.1289/EHP3469) veröffentlicht wurden.

Endotoxine können, wenn sie ins Blut gelangen, toxische Reaktionen auslösen. Beta-D-Glucan hat eine immunogene Wirkung.  In 17 der 75 E-Zigaretten (23 %) wurden Endotoxine nachgewiesen, 61 von 75 E-Zigaretten (81 %) waren mit Beta-D-Glucan kontaminiert. Die Beta-D-Glucan-Konzentration war in der Verdampfereinheit 3,2-fach höher als in den Liquids. Die Liquids mit Tabak- und Mentholaroma enthielten 10-fach und 3,5-fach mehr Beta-D-Glucan als die Liquids mit Fruchtaroma.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr rund fünf Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

„Da wäre doch der Weltnichtrauchertag ein guter Anlass, die Zigarette in der Schachtel zu lassen und vielleicht nicht nur an diesem Tag“, empfiehlt Rainer Siedelberg.

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