Synthetische Drogen konsequent bekämpfen

 

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Die Zahl der Drogentoten ist auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Die Beschaffungskriminalität ist gesunken. Das zeige, dass Beratungs- und Hilfsangebote wirken, so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. Trotzdem gibt es keinen Anlass zur Entwarnung.

"Es ist erfreulich, dass immer weniger Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums sterben. Das zeigt, dass unsere Beratungs- und Hilfsangebote sowie die zur Verfügung stehenden Angebote wirken. Aber jeder Drogentote ist einer zu viel," sagte Dyckmans bei der Vorstellung der Zahlen zur Rauschgiftkriminalität.
Anstieg beim Konsum synthetischer Drogen

Die Zahl der Drogentoten ist im Jahr 2012 um vier Prozent auf 944 gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit 1988. Dennoch gibt es Grund zur Sorge: Die Menge der sichergestellten synthetischen Drogen weist darauf hin, dass der Konsum von Crystal und anderen Designerdrogen steigt.
2012 stellten Rauschgiftfahnder vor allem mehr kristallines Methamphetamin sicher. Die Zahl der erstauffälligen Konsumenten von kristallinem Methamphetamin stieg gegenüber 2011 deutlich an. Sie erhöhte sich um fast 800 auf 2.556 Personen.
"Die konsequente Bekämpfung synthetischer Drogen wird immer wichtiger. Es gibt nach wie vor keinen Anlass zur Entwarnung. Insbesondere die anhaltend hohen Steigerungsraten bei der Anzahl der Erstkonsumenten sowie der Sicherstellungsfälle und Sicherstellungsmengen von so genanntem Crystal in einigen Regionen Deutschlands erfordert weiterhin eine konsequente Reaktion der Ermittlungsbehörden", bekräftigte Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes.
Cannabis nach wie vor Einstiegsdroge Marihuana  und Haschisch wurden 2012 ebenfalls in höherer Menge sichergestellt als im Vorjahr. Dabei werden in Deutschland immer mehr Pflanzen auf Privatplantagen "indoor" angebaut, zum Beispiel in Gewächshäusern.

Besonders problematisch ist, dass die Pflanzen einen sehr hohen Gehalt des Wirkstoffs THC aufweisen. Man kann Cannabis daher keinesfalls als "weiche" Droge bezeichnen. Ihr Konsum hat erhebliche bewusstseinsverändernde Wirkung. Der relativ leichte Zugang zu Cannabis kann schnell in die Abhängigkeit führen.

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