Spaß haben und Vorbild sein – auch bei der Fußball WM

Heute startet die Fußball WM und viele schauen sich die Spiele in geselligen Runden vor dem Fernseher oder beim Public Viewing an.  Zur Einstimmung  wird häufig Alkohol genutzt -  umso höher die Spannung, desto höher der Alkoholkonsum.

Alkohol ist nicht unbedingt ein Stimmungsmacher! Dies gilt ganz besonders für Kinder und Jugendliche. Sie reagieren bereits auf geringe Alkoholmengen sehr empfindlich. Bestimmte Alkoholika wie zum Beispiel Schnaps dürfen von Jugendlichen erst ab 18 Jahre konsumiert werden, andere Getränke wie Bier und Wein ab 16 Jahren. 

Beim Thema Alkoholmissbrauch wird sich in den Medien und der öffentlichen Diskussion gerne und fast ausschließlich auf die Gruppe Kinder und Jugendliche konzentriert. Fragt man Jugendliche, wo sie den ersten Kontakt mit Alkohol hatten, ist es meist in der Familie. Beim Umgang mit der legalen Droge Alkohol hat die Vorbildfunktion der Erwachsenen, nicht nur der Eltern, großen Einfluss. Und häufig sind die Erwachsenen wirklich kein gutes Beispiel. Die negativen Effekte von Alkohol werden eher verharmlost und höchstens punktuell problematisiert, z.B. beim Alkoholkonsum Minderjähriger. Es wird beklagt, dass Kinder und Jugendliche heute immer früher und immer mehr Alkohol konsumieren, ohne gleichzeitig auch den riskanten Alkoholkonsum von Erwachsenen zu thematisieren. 

Missbräuchlicher Alkoholkonsum hat nicht nur bei Jugendlichen Konsequenzen. Auch Erwachsene gefährden ihre Gesundheit. Alkohol wirkt zwar kurzfristig aufmunternd, auf Dauer macht er schlapp und müde oder auch aggressiv. Häufiger, ausgiebiger Alkoholkonsum kann zur Sucht, zu körperlichen und geistigen Schäden und einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen und Impotenz führen. 

„Mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit alkoholischen Getränken,  werden alle mehr Spaß  beim gemeinsamen Anschauen der WM-Spiele haben. Nutzen Sie ruhig die  Möglichkeit, mal ein alkoholfreies Bier zu genießen. Diese werden mittlerweile zahlreich und schmackhaft angeboten. Dabei spart man sogar noch Kalorien.“ sagt Rainer Siedelberg, Geschäftsführer der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung M-V.

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