Shisha to go - Jugendliche werden mit neuen Angeboten gelockt

   

Citycard Aktion zum Weltnichtrauchertag

 

Das Rauchen einer Wasserpfeife ist unter Jugendlichen zu einem neuen Kult geworden. Der Tabak schmeckt nach Frucht, kratzt weder im Hals noch scheint er ungesund zu sein.  Leider ist dies ein Irrglaube dem Jugendliche und auch Eltern verfallen.

„Beim Verbrennen des Tabaks entstehen hochgiftige Stoffe, wie Acetaldehyd, Acrolein oder Benzol, die dann ungefiltert eingeatmet werden. Auch giftiger Teer gelangt in den Körper und setzt sich in den Atemwegen und der Lunge fest. „ sagt Rainer Siedelberg, Geschäftsführer der LAKOST MV.

Der Gehalt von Chrom, Kobalt, Blei und Nickel ist im Rauch einer Shisha höher als in dem der Zigarette. Darüber hinaus wird der Qualm oft länger und tiefer inhaliert, als bei normalen Zigaretten.  Die Konzentration des süchtig machenden Nikotins ist im Blut nach dem Shisha-Rauchen viel höher, als nach dem Rauchen von Zigaretten.

Irreführend ist die Inhaltsangabe von 0% Teer auf den speziellen Shisha Tabaksorten. Teer entsteht immer dann, wenn der Tabak erhitzt wird, was bei der Shisha der Fall ist.

Der Trend wird verstärkt durch E-Shisha. Sie sehen aus wie Kugelschreiber und schmecken nach Erdbeere, Mango  oder Schokolade. Es gibt E-Shishas für den einmaligen Gebrauch (enthält ca. 600 Züge) und welche die mit Liquiden, die immer wieder aufgefüllt werden.

Da die Liquide häufig aus China stammen, unterliegen sie keinen Produktkontrollen und man kann sich nie sicher sein, was drin ist. So kann auch in einem Liquid Nikotin enthalten sein, auch wenn es nicht aufgeführt ist. Die Trägersubstanz im Liquid ist Propylenglycol – eine alkoholische Verbindung, die auch in den Nebelmaschinen der Discos verwendet wird. Der Stoff kann die Atemwege reizen und allergische Reaktionen auslösen.

E-Shishas sind durch ihre coole Aufmachung und mit den Aromen sehr attraktiv für Kinder und Jugendliche. Dadurch werden sie von sehr jungen Schülerinnen und Schülern, die Nichtraucher sind, benutzt (1) 

Damit besteht die Gefahr, dass durch den Konsum von E-Shishas das Zigarettenrauchen wieder interessant wird und der Griff zu einer „normalen“ Zigarette leichter fällt.

Ein weiteres mögliches Risiko für die Gesundheit kann mangelnde Hygiene  sein, die zu Infektionen wie Hepatitis oder Herpes führt. Denn wenn sich mehrere Menschen ein Mundstück beim Shisha rauchen teilen, können Speichelreste Krankheiten übertragen.

Die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung  rät vom Konsum von Wasserpfeifen und E-Shishas ab. Anlässlich des Weltnichtrauchertages wollen wir darum mit einer landesweiten Citycard Aktion, Jugendliche und Erwachsene sensibilisieren, sich mit dem Thema Rauchen auseinanderzusetzen.

 

(1)    Information für Schulen: E-Zigaretten und E-Shishas des dkfz heidelberg

Kontakt

Landeskoordinierungsstelle für
Suchtthemen MV
Lübecker Str. 24 a
19053 Schwerin

Tel.: +49(0)385 785 15 60
Fax: +49(0)385 758 94 90
Mail: info@lakost-mv.de

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