Prävention und Gesundheitsförderung in Kitas: Papilio

Prävention und Gesundheitsförderung in Kitas: Papilio

Kitas Future Kids und Nidulus als Einrichtungen zertifiziert 

Kinder der „Future Kids“ und v.l. Leiterin der „Future Kids“ Heike Ihde, Papilio-Trainerin Jana Micera, Regionalgeschäftsführerin der BARMER Simone Borchardt, Pädagogische Leiterin der Kita gGmbH Anke Bruhn-Kokles

 

 Schwerin, 30. Januar 2017- Mit dem „Spielzeug-macht-Ferien-Tag“, „Paula und die Kistenkobolde“ oder dem „Meins-deins-unser-Spiel“ will das Programm Papilio schon früh Sucht- und Gewaltverhalten vorbeugen. Diese Elemente des Präventionsprogramms halten seit Jahren Einzug in die Kitas „Future Kids“ und „Nidulus“ der Kita gGmbH in Schwerin. Jana Micera, Papilio-Trainerin der LAKOST MV: „Kinder lernen spielerisch den Umgang mit ihren Gefühlen und den Gefühlen anderer, sie lernen soziale Regeln und das gewaltfreie Lösen von Konflikten. Insgesamt fördert das die sozial-emotionale Kompetenz und gibt den Kindern ein Rüstzeug mit auf den Lebensweg“.

In Schwerin wurden jetzt 11 Erzieherinnen von Papilio zertifiziert, die sich in einem Basisseminar, zwei Supervisionen und zwei Vertiefungsseminartagen haben ausbilden lassen. Den pädagogischen Fachkräften wurden die Grundlagen der frühkindlichen Prävention sowie Bausteine des Programms vermittelt. Damit sind jetzt alle Erzieherinnen der Kitas „Future Kids“ und „Nidulus“ zertifiziert und erhalten als Einrichtung die begehrte Auszeichnung. Darüber freut sich auch Simone Borchardt, Regionalgeschäftsführerin der BARMER in Schwerin: „Seit 2016 sind wir Präventionspartner vom Programm Papilio. Mit Papilio legen die Erzieherinnen spielerisch den Grundstein für eine gesunde Entwicklung und wappnen ihre Schützlinge gegen Sucht und Gewalt“. In den letzten Jahren wurden im Raum Schwerin 62 Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet und sieben Kitas zertifiziert. Dieser Erfolg wurde unter anderem durch die Unterstützung der Aktion „Deutschland rundet auf“ und des Landes möglich. „Moderne Suchtprävention heißt heute Lebenskompetenztraining. Es ist wichtig, dass dies frühzeitig beginnt, langfristig angelegt ist und kontinuierlich fortgeführt wird. Mit dem Programm Papilio findet eine aktive Umsetzung statt. Es ist hervorragend, dass das Programm immer mehr alltäglicher Bestandteil der Kindergartenarbeit wird“, sagt dazu Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe.

Grit Brinkmann, Leiterin der Kita Nidulus, sieht die Vorteile in der praktischen Umsetzung des Programms: „Mit Paula und den Kistenkobolden lernen die Kinder zum Beispiel die grundlegenden Gefühle Trauer, Zorn, Angst und Freude kennen – personifiziert in Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold. Sie lernen, über ihre eigenen Gefühle zu sprechen und auf die Gefühlslage anderer Kinder einzugehen. Das macht Kinder stark“.

Die konsequente Ausrichtung der Ausbildung an der Praxis ist für Papilio-Trainerin Jana Micera Grundlage des Erfolgs: „An Beispielen erörtern wir die Umsetzung von Papilio im Kindergartenalltag und im Zusammenspiel mit den Eltern. Das Präventionsprogramm unterstützt Erzieher und Eltern dabei, erste Verhaltensauffälligkeiten im Kindergartenalter zu reduzieren und die sozial-emotionalen Kompetenzen zu stärken“.

Erzieherinnen und Erzieher die sich für eine Ausbildung bei Papilio interessieren, können sich bei Jana Micera melden. Die BARMER unterstützt die Umsetzung in Kitas. Förderfähig sind z.B. Fortbildungen und Fortbildungsmaterialien.

 

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