Kommunale Alkoholprävention fördern

BZgA und ginko Stiftung für Prävention richten bundesweite Fachkonferenz in Düsseldorf aus

Wie können kommunale Kooperationsstrategien bei der Alkoholprävention aussehen? Welche Art der Unterstützung brauchen Städte und Gemeinden und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um erfolgreiche Präventionsprojekte auf andere Kommunen übertragen zu können? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der zweitägigen bundesweiten "Fachkonferenz zur kommunalen Alkoholprävention", die morgen in Düsseldorf beginnt. Veranstalter dieses interdisziplinären Fachaustauschs sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW ginko Stiftung (ginko). Die Konferenz bietet den über einhundert Teilnehmenden, die unter anderem aus der Suchtprävention, dem öffentlichen Gesundheitswesen sowie der kommunalen Verwaltung kommen, eine Plattform zum intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch.

 "Immer häufiger verlagert sich der Konsum von Alkohol, vor allem wenn es um exzessives Trinken geht, in die Öffentlichkeit. Viele Städte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, effektive Präventionsstrategien zu entwickeln und zu implementieren. Die BZgA möchte die Kommunen dabei unterstützen und legt daher einen Schwerpunkt auf die Förderung kommunaler Alkoholpräventionsstrategien. Die bundesweite Fachkonferenz bietet den Akteuren aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern die Möglichkeit, Best Practice kennenzulernen, sich auszutauschen und Netzwerke auf- und auszubauen", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Bei der Konferenz werden unter anderem die Ergebnisse eines dreijährigen Modellprojekts vorgestellt, das im Rahmen der BZgA-Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit." von der ginko Stiftung in NRW durchgeführt wurde. Das Projekt "GigA - Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen" hatte zum Ziel herauszufinden, welche Strukturen für eine gute Vernetzung der Akteure vor Ort erforderlich sind, um ein wirkungsvolles Gesamtkonzept zur Vorbeugung von Alkoholmissbrauch zu entwickeln. Darüber hinaus galt es zu klären, wie eine örtliche Vernetzung dauerhaft gestaltet werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, erfolgreiche Modelle auf andere Kommunen zweckmäßig zu übertragen. Die Fachkonferenz setzt bei dieser Fragestellung an und zeigt an praktischen Beispielen, wie Kooperations- und Kommunikationsstrategien in der kommunalen Alkoholprävention optimal eingesetzt werden.

Im Zuge des GigA-Modellprojekts wurde die Vernetzung bereits bestehender Initiativen und Programme in der Alkoholprävention in sechs nordrhein-westfälischen Kommunen optimiert.

"Ähnlich wie in anderen Bundesländern, sind in Nordrhein-Westfalen viele Kommunen aktiv, wenn es um die Vorbeugung des Alkoholmissbrauchs geht. Wir freuen uns daher, dass auch das Modellprojekt GigA in NRW durchgeführt werden konnte. GigA hat gezeigt, dass sich die Wirksamkeit kommunaler Alkoholprävention durch vernetzte kontinuierliche Präventions- und Interventionsprogramme erheblich steigern lässt", so Dr. Hans-Jürgen Hallmann, Landeskoordinator für die Suchtvorbeugung in Nordrhein-Westfalen und Vorstand der ginko Stiftung für Prävention.

Die große Bedeutung der Alkoholprävention unterstreicht Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes: "Uns liegt sehr daran, möglichst viele junge Menschen davor zu bewahren, zu viel Alkohol zu trinken oder gar abhängig zu werden. Deshalb unterstützt die PKV die Kampagne der BZgA ,Alkohol? Kenn dein Limit.', die junge Menschen direkt in ihren Lebenswelten anspricht."

Weitere Informationen zum Modellprojekt "GigA Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen" erhalten Sie unter http://www.gemeinsaminitiativ.de.

Eine Dokumentation der Fachkonferenz wird voraussichtlich Anfang 2014 erscheinen.

 

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