Kann denn Essen Sünde sein…

Unzufriedenheit mit dem Aussehen und der eigenen Figur sind unter Jugendlichen weit verbreitet. Leider bleibt es oftmals nicht bei diesen Sorgen, sondern in vielen Fällen greifen Kinder und Jugendliche zu ungesunden Maßnahmen, um ihr Gewicht zu kontrollieren. So kann bei einem hohen Anteil von Jugendlichen mittlerweile ein auffälliges Essverhalten festgestellt werden.

In der Pubertät erreichen Essstörungen oft ihren Höhepunkt. Das Aussehen wird wichtiger und das Ansehen bei anderen wird immer entscheidender. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig bereits in der Grundschule mit der Prävention zu beginnen. Denn schon in der Grundschule ist jedes zweite Mädchen und jeder dritte Junge mit seiner Figur unzufrieden. Jedes fünfte Mädchen hat bereits mit 10 Jahren Diäterfahrungen.

Dabei ist Essen mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es zählt zu den elementaren Grundbedürfnissen des Menschen. Die stoffliche Ernährung geht stets einher mit der seelischen Nahrung. Essen bedeutet nicht nur Kalorienzufuhr, es steht auch für Versorgung, Zuwendung und Geborgenheit und wird als Trost oder Belohnung eingesetzt. Dieser enge Zusammenhang von psychosozialen und physiologischen Aspekten zeigt sich in den Essstörungen.

Essstörungen sind daher nicht nur Ausdruck eines gestörten Hunger- und Sättigungsgefühls, sondern auch Ausdruck einer emotionalen Störung, die nicht selten in eine Krankheit übergeht.

Präventive Ansätze bieten die Möglichkeit einer solchen Entwicklung frühzeitig entgegenzuwirken.

Ein gestörtes Essverhalten allein ist noch keine Essstörung und muss es auch nicht werden. Doch der Übergang ist fließend, wobei es fördernde und schützende Faktoren gibt. Da Essstörungen oft ihren Höhepunkt in der Pubertät haben, ist es wichtig, bereits vorher also frühzeitig mit präventiven Maßnahmen zu beginnen. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Primärprävention von Mager- und Ess- Brechsucht und der Orthorexia nervosa. Weiter gilt unser Augenmerk auch der Früherkennung und Intervention von Essstörungen. Die sekundärpräventiven Angebote unterstützen das Handeln der jeweiligen Personen.

Wir bieten:

  • Seminare und Workshops für Pädagogen und Multiplikatoren sowie thematische Elternabende und Unterstützung von Projekttagen

Die LAKOST ist offen für alle Anfragen, bietet Hilfe und Unterstützung an und trägt somit zur Vernetzung aller Partner sowie zur Stärkung der Präventionsarbeit zu Essstörungen in M-V bei.

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