Jungen trinken – Mädchen trinken anders

Alkohol ist die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz in unserer Gesellschaft verbunden mit einer hohen Akzeptanz gegenüber regelmäßigem Konsum.
Die damit einhergehenden Gefahren werden sowohl von Erwachsenen als auch von Jugendlichen unterschätzt: Wer alkoholbedingte Folgen des Trinkens zum
Thema macht, gilt als Spielverderber. Oft mangelt es lediglich an Wissen über Konsequenzen, beispielsweise des Rauschtrinkens.
Das Gefährliche hierbei ist die große Trinkmenge, die die Jugendlichen in kurzer Zeit zu sich nehmen, um eine Wirkung zu erzielen. Der Alkohol breitet sich schnell im Gehirn aus, was lebensbedrohliche Folgen haben kann.

Erfreulicherweise ist die Anzahl der Krankenhauseinweisungen wegen einer Alkoholvergiftung in der Gruppe der 10- bis 15-Jährigen zurückgegangen. Bei der
Gruppe der 15- bis 20-Jährigen wurde hingegen eine Zunahme festgestellt. Hier sind es mehrheitlich die Jungen (63,4 %) und nicht die Mädchen (36,6 %), die
2012 behandelt werden mussten. Allerdings ist der Anteil der Mädchen in dieser Altersgruppe gegenüber dem Vorjahr um 4,4 % gestiegen, bei den Jungen nur um 1 %.Mädchen und Jungen im Vergleich zeigen nicht nur geschlechtsspezifische Konsummuster, sondern haben auch unterschiedliche Motive und zeigen verschiedene emotionale Reaktionen, wenn sie Alkohol trinken. Das Thema Alkohol und Aggression betrifft beide Geschlechter. Aber wo sind die Unterschiede
und wie zeigt sich die Gewalt?


Die Fachtagung will auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Alkoholkonsum aufmerksamen machen und stellt dazu neue Forschungsergebnisse vor.
Die Schnittmengen „Alkohol und Gewalt“, „Alkohol und Sexualität“ und „Alkohol und Medien“ werden thematisiert und Hinweise für die Prävention gegeben, die
die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen berücksichtigen.

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