Drogen- und Suchtbericht 2014 Junge Menschen rauchen und trinken weniger

Drogen- und Suchtbericht 2014
Junge Menschen rauchen und trinken weniger 

Der Konsum von Tabak und Alkohol ist bei den unter 18-Jähigen deutlich zurückgegangen. Dennoch bleibt das riskante Trinkverhalten junger Erwachsener ein Problem. Das geht aus dem "Drogen- und Suchtbericht 2014" hervor, den die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mortler in Berlin vorgestellt hat.

Bei den 12- bis 17-Jährigen ist der Tabakkonsum seit 2001 von 27,5 Prozent auf 12 Prozent in 2012 zurückgegangen und hat sich damit mehr als halbiert. In dieser Zeit ist auch der Konsum von Alkohol von 17,9 Prozent auf 13,6 Prozent in dieser Altersgruppe gesunken.

Zur Veröffentlichung des "Drogen- und Suchtberichts 2014" erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: "Die ausgewogene Ausrichtung auf Maßnahmen zur Prävention, Beratung und Hilfe, Schadensminimierung und gesetzlicher Regulierung zur Angebotsreduzierung ist erfolgreich."

Rauschtrinken bei jungen Erwachsenen

Das sogenannte Rauschtrinken bei jungen Erwachsenen ist für die Drogenbeauftragte eine der Herausforderungen ihrer zukünftigen Arbeit. Immerhin konsumieren 36 Prozent der jungen Frauen und 54 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren zeitweise risikohaft Alkohol.

Crystal Meth besonders im Fokus

Die meistkonsumierte illegale Droge in Deutschland ist Cannabis. Der Konsum anderer illegaler Substanzen fällt deutlich geringer aus. Allerdings verbreitet sich Methamphetamin, bekannt als Crystal Meth, zunehmend. Zwar ist der Konsum von Crystal Meth vor allem ein Problem im deutsch-tschechischen Grenzgebiet, doch gibt es Hinweise auf die Verbreitung in anderen Regionen und deutschen Großstädten.

Fünf Schwerpunkte für künftige Arbeit

"Das Ziel der Drogen- und Suchtpolitik ist, wirksame und bewährte Ansätze fortzuführen sowie frühzeitig auf neue Herausforderungen zu reagieren", betonte Mortler. Daher hat sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung folgende fünf Schwerpunkte gesetzt:

  1. Sie will die Kampagnen zur Prävention und Hilfsangebote stärker auf die Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen ausweiten. Im Fokus stehen vor allem Auszubildende und Studierende.
  2. Crystal Meth soll bekämpft werden.
  3. Der Online- oder Internetabhängigkeit der Deutschen soll begegnet werden.
  4. Der Verbreitung von E-Zigaretten und E-Shishas soll Einhalt geboten werden.

Kinder aus suchtbelasteten Familien will Mortler stärker unterstützen.

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