Alkohol im Berufsleben senkt Arbeitsleistung rapide – Auftakt zur Aktionswoche Alkohol

Nr. 86 - 27.05.2013 - SM - Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales http://www.aktionswoche-alkohol.de/fileadmin/template/aktionswoche-alkohol/_images/logo.jpg

Bereits zum vierten Mal findet die Bundesweite Aktionswoche Alkohol unter dem Motto "Alkohol? Weniger ist besser!" statt. Neun Tage lang veranstalten zahlreiche Engagierte – auch viele aus dem ehrenamtlichen Bereich - Aktionen. In Mecklenburg-Vorpommern steht die betriebliche Suchtprävention im Fokus der Eröffnungsveranstaltung im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern.

Der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, Nikolaus Voss, rief zu Beginn der Aktionswoche Vorgesetzte und Mitarbeiter dazu auf, Verantwortung für ihre Kolleginnen und Kollegen zu übernehmen. "Veränderungen im Arbeitsverhalten, im sozialen Miteinander und im äußeren Erscheinungsbild als mögliche Anzeichen eines Alkoholproblems fallen nicht selten als erstes den Kolleginnen und Kollegen auf. Das setzt jedoch eine positive Aufmerksamkeit für die Mitmenschen am Arbeitsplatz – ein Hinsehen voraus", sagte Voss.

Die Geschäftsführerin der Landesstelle für Suchtfragen, Claudia Diekneite sagte anlässlich der Eröffnung: "Betriebliche Präventionsprogramme sind kein Luxus, den sich nur ausgewählte Betriebe leisten können. In einem Land, indem die Fachkräfte immer weniger werden, muss alles dafür die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer getan werden."

Die Wahl des Themas ist nicht zufällig. Mecklenburg-Vorpommern liegt bei der Zahl der Arbeitsunfähigkeits-Fälle als auch bei den Krankenhausbehandlungen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeits-Fälle liegt um 60 Prozent über dem Bundesmittel, die Zahl der Krankenhausbehandlungen um 27,3 Prozent. Und weiter: 1,59 Prozent der Erwerbstätigen haben im Land mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Das ist der höchste Wert im Vergleich der Bundesländer. Experten gehen davon aus, dass jeder fünfte bis zehnte Mitarbeiter einen riskanten oder gefährlichen Alkoholkonsum betreibt. Menschen mit Alkoholproblemen sind deutlich häufiger krankgeschrieben.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: betriebliche Suchtprävention ist seit 25 Jahren Bestandteil moderner Personalpolitik. Die Alkohol- und Suchtprogramme konnten Beschäftigte rechtzeitig zu einer Behandlung motivieren. Zudem tragen sie zur Enttabuisierung der Suchterkrankungen bei.

Der Auftakt zur Aktionswoche Alkohol gliedert sich in zwei Teile: In den ersten beiden Vorträgen werden die Aufgaben und Schwerpunkte betrieblicher Suchtprävention benannt und Präventionskonzepte für Betriebe vorgestellt. Die anschließenden Referate verweisen auf Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten für suchtkranke Menschen. Daneben gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm:

•         Eine Wanderausstellung "Bunt statt blau" der DAK

•         Infostände der Beratungsstellen und der AHG-Klinik

•         Rauschbrillenparcours und ein interaktiver Wissenstest am Stand der LAKOST MV

Ein weiterer Höhepunkt wird die Verleihung des diesjährigen Präventionspreises des Fördervereins der DHS (Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) sein. Der Preis wird an Vereine vergeben, die konsequent den Jugendschutz in Bezug auf Alkohol umsetzen.

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